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Maja

Die eigene Stimme finden: Wie Bildung die demokratische Teilhabe prägt

Elisabetta | Studentin Eine persönliche Perspektive von Elisabetta Stievano darüber, wie Bildung, Lehrkräfte und das soziale Umfeld das politische Bewusstsein und das demokratische Engagement prägen, sowie über die Rolle von kritischem Denken und Medienkompetenz beim Verständnis und der Teilhabe an der heutigen Gesellschaft.   In der Oberstufe begann ich, tiefer über die Welt um mich herum nachzudenken und darüber, wie mein bürgerliches Verhalten sie beeinflussen könnte. Vor allem ab der elften Klasse wurde mir bewusst, dass ich Teil eines politischen Ganzen war, und ich verspürte den Wunsch – der schon immer in mir schlummerte, zum Aufbau einer gerechteren Gesellschaft beizutragen. Besonders dankbar bin ich meiner Geschichts- und Philosophielehrerin aus der Oberstufe. Sie war eine hervorragende Pädagogin und sprach oft über die Philosophen des antiken Griechenlands und das Konzept der Demokratie – ein Wort, das sich aus demos und kratos zusammensetzt und dessen etymologische Bedeutung Macht des Volkes ist. Sie verband philosophische Theorien und historische Ereignisse mit der Gegenwart. Auf diese Weise half sie uns, kritisches Denken zu entwickeln und uns der Gesellschaft, in der wir lebten, sowie ihrer politischen Dimension bewusst zu werden. Wir waren politische Akteure, und das Klassenzimmer war ein Mikrokosmos der Außenwelt. Als mein politisches Bewusstsein wuchs, schloss ich mich Schülergruppen an, die sich mit einer Vielzahl von Themen befassten. Bei unseren Treffen führten wir spannende Diskussionen darüber, wie wir zu Veränderungen beitragen könnten. Später nahm ich weiterhin an Versammlungen und Streiks teil, die ich als wichtige Formen der Demokratie betrachte. Ich glaube, es ist unerlässlich, den Nihilismus, der unsere Gesellschaft unterdrückt, durch solche partizipativen Initiativen zu bekämpfen. In diesem Zusammenhang sind soziale Medien sicherlich wertvolle Werkzeuge, um über globale Ereignisse auf dem Laufenden zu bleiben. Allerdings bergen diese Plattformen auch die Gefahr, ein Gefühl der Realitätsferne zu fördern und uns zu passiven Zuschauern zu machen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Gesundheit einer Demokratie an der Qualität ihres Bildungssystems messen lässt. Platon beispielsweise sprach in „Der Staat“ (375 v. Chr.) über die Risiken des demokratischen Systems. Seiner Ansicht nach könne aus der Entartung der Demokratie selbst eine Tyrannei entstehen. Der griechische Historiker Thukydides wies in „Der Peloponnesische Krieg“ (5. Jahrhundert v. Chr.) darauf hin, dass Perikles faktisch ein Tyrann war, obwohl er formell gewählt worden war. Er war ein Demagoge, der die Bürger der Agorà manipulieren konnte. Die in Athen gewählten Politiker waren Sophisten, Experten der Rhetorik, die es verstanden, in öffentlichen Reden Emotionen zu wecken und die Zustimmung des Publikums zu gewinnen. Heute stehen wir vor ähnlichen Herausforderungen. In vielen westlichen Demokratien appellieren gewählte Politiker an die Bauchgefühle der Menschen, und infolgedessen hat die extreme Rechte vielerorts an Macht gewonnen. Bildungseinrichtungen spielen in unseren Gesellschaften eine entscheidende Rolle, denn – wie es mir selbst passiert ist – können sie den Horizont der Schüler wirklich erweitern, sie dazu ermutigen, Dinge zu hinterfragen, tiefer zu graben und sich nicht von den Sophisten der heutigen Zeit täuschen zu lassen. [1] Diese neuen Sophisten haben in den sozialen Medien eine moderne Agorà gefunden, wo sie Reden verfassen, die darauf ausgelegt sind, so viele Menschen wie möglich zu fesseln. Oft verhalten sie sich wie Reality-Show-Stars und stellen Performance und Aufmerksamkeit über Substanz oder Wahrheit. Aus meiner Sicht haben Social-Media-Plattformen wie Instagram eine entscheidende Rolle dabei gespielt, mein politisches Bewusstsein zu schärfen, nicht nur aus lokaler, sondern auch aus globaler Perspektive. Tatsächlich nutzen viele Aktivisten diese Plattformen, um über wichtige Themen zu sprechen, aber es ist notwendig, ein gewisses Maß an digitaler Kompetenz zu entwickeln, um zu verstehen, ob die Informationen, die wir dort finden, zuverlässig sind oder im Gegenteil Fake News. Diese Fähigkeit hängt immer vom eigenen Bildungshintergrund ab. Meiner Erfahrung nach war Instagram zum Beispiel sehr nützlich, um über Nachrichten und politische Veränderungen auf dem Laufenden zu bleiben. In diesem Sinne denke ich, dass es Menschen helfen kann, eine breitere Perspektive zu entwickeln. Andererseits kann es auch diejenigen überfordern, denen ein angemessener kultureller oder bildungsbezogener Hintergrund fehlt. Aus diesem Grund sollte etwas unternommen werden, um die Verbreitung von Fake News einzudämmen. Gleichzeitig ist es wichtig, die Freiheit der politischen Meinungsäußerung zu gewährleisten, damit Aktivisten sich zu wichtigen globalen Themen äußern können, insbesondere zu solchen, die von Zeitungen oder den Mainstream-Medien nicht behandelt werden. Man denke zum Beispiel an den Konflikt im Sudan, der kaum erwähnt wird. Wie ich bereits erwähnt habe, spielen Schulen und Familien eine entscheidende Rolle bei der Förderung des politischen Engagements. Doch nicht jeder hat das Glück, in einem Umfeld aufzuwachsen, in dem Dialog und Diskussionen über das gesellschaftliche Leben gefördert werden. Deshalb ist es so wichtig, in das Bildungssystem, die eigentliche Grundlage der Demokratie, zu investieren. Um die entscheidende Rolle besser zu verstehen, die Schulen bei der Entwicklung kritischen Denkens spielen, sollten wir über Cesare Moreno sprechen, einen Lehrer, der eine andere Art von Schule vor Augen hat, eine, die individuelles Wachstum durch die Schaffung eines gemeinsamen sozialen Raums für Lernen und Dialog fördert. Er gründete Maestri di Strada, eine Organisation, die das Konzept von Bildung neu gedacht hat und in den Stadtvierteln von Neapel tätig ist. Aus seiner Sicht dient die Schule einem politischen Zweck, politisch im Sinne von polis, also der Stadt. Laut Moreno sind Schulen heute oft isolierte Räume. Wie auch Christian Raimo in „L’alfabeto della scuola democratica“ hervorhob, durchlaufen sie einen Prozess der Entsozialisierung, bei dem individuelle Bedürfnisse Vorrang vor denen der Gemeinschaft haben. Infolgedessen steht die Agorà, einst ein Ort der Zusammenkunft, nun leer. Moreno glaubt fest an eine Bildungsreform, die die Gefühlswelt der Schüler und ihr soziales Leben als Mittel für sozialen Aufstieg berücksichtigt. Als er in einem Interview gefragt wurde, wie er Lehrer wurde, antwortete Moreno: „Ich habe als Lehrer angefangen, bin aber erst spät dazu gekommen, mit 38. Davor lebte ich auf der Straße, war ein Extremist, gehörte zu Lotta Continua, und dort habe ich die grundlegenden Dinge gelernt. Ich habe verstanden, wie die Gesellschaft funktioniert, wie die Bourgeoisie agiert, wie die Universität funktioniert. Ich habe verstanden, wie die Schule funktioniert, und als ich dort anfing, hatte ich bereits die Vorstellung, dass Klassenzimmer der

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Politische Meinungsbildung im digitalen Zeitalter

Rosalie | Studentin Eine persönliche Perspektive von Rosalie über ihren Weg zur politischen Meinungsbildung – geprägt von familiären Diskussionen, ersten Demonstrationen und der wachsenden Bedeutung digitaler Medien.   Wenn ich an meine ersten Berührungspunkte mit politischen Themen denke, denke ich an die Weihnachtsfeiern meiner Familie. Diese waren häufig von intensiven politischen Diskussionen geprägt, in denen unterschiedliche Generationen mit teils gegensätzlichen Ansätzen aufeinandertrafen. Meine Familie hat mir also ein Bild vermittelt, welches politische Teilhabe als relevant und wichtig einstuft. Dazu gehört auch, informiert zu bleiben, was ich als Kind immer durch die Kindernachrichten bei “logo!” getan habe. Ich war in der 9. Klasse das erste Mal allein mit meinen Freunden auf einer Demonstration gegen den Klimawandel. Für mich war es die erste richtige Entscheidung, mich politisch zu engagieren und für das einzustehen, was ich als wichtig empfand. Mittlerweile gehe ich wählen, unterschreibe Petitionen, gehe zu Demos gegen Rechts und besuche lokale Angebote in meiner Studierendenstadt Passau, wie zum Beispiel den Roten Bericht aus Berlin. Dort berichtet Luke Hoß, ein Student der Universität Passau, welcher seit der letzten Legislaturperiode Abgeordneter ist, was in der letzten Zeit im Bundestag von Relevanz war. Zur Meinungsbildung und um informiert zu bleiben, beziehe ich inzwischen meine Informationen fast ausschließlich online, das heißt vorrangig aus den sozialen Medien, durch Podcasts und aus dem Internet. Die Digitalität heutzutage hat einen gravierenden Vorteil. Sie schafft eine größere Reichweite und kann so die Partizipation an Demokratie erhöhen, im Gegensatz zu den traditionellen Medien wie Zeitung, Radio und Fernsehen. Digitale Inhalte schaffen zudem eine erhöhte Inklusivität und können Informationen barrierefreier gestalten. Allerdings birgt Social Media auch die Gefahr, Desinformationen wesentlich schneller zu verbreiten oder Informationen verkürzt darzustellen. Zugleich können soziale Medien aber auch politische Beteiligung und Initiativen fördern, da Inhalte schneller Aufmerksamkeit erhalten. Soziale Medien haben einen großen Einfluss auf mein Engagement und den Stand meiner Informiertheit, weshalb für mich Medienkompetenz wichtig ist. Besonders in Bezug auf die jüngeren Generationen dient Social Media als wichtige Informationsquelle. In der aktuellen Weltlage fällt es vielen jungen Menschen zunehmend schwer, sich regelmäßig mit Nachrichten zu beschäftigen. Studien wie #UseTheNews zeigen, dass etwa die Hälfte der Jugendlichen Nachrichten zumindest zeitweise meidet1, oft auch, weil sie als belastend oder überfordernd wahrgenommen werden. Die digitale Welt beeinflusst uns heutzutage in allen Lebensbereichen und besonders in Bezug auf Politik sind die sozialen Medien nicht mehr wegzudenken. Im letzten Bundestagswahlkampf konnte man dies gut sehen, bei der AfD oder bei der Linken. Beide Parteien haben einen Großteil ihres Wahlkampfes online betrieben und auf Plattformen wie TikTok und Instagram große Erfolge vor allem bei den jüngeren Generationen erzielen können. Aufgrund von Algorithmen kam es dazu, dass die Sichtbarkeit der Parteien auf TikTok unausgewogen war und insbesondere die AfD und die Linke in den Feeds von Nutzer*innen aufgetreten sind.2 Durch solche Algorithmen kann es schnell vorkommen, dass man sich in einer Echokammer oder Filterblase befindet. Die Verbreitung von Desinformationen wird besonders auf TikTok durch den Algorithmus begünstigt, der Nutzer*innen Inhalte basierend auf ihren Interessen empfiehlt.1 Das wiederholte Anzeigen von ähnlichen Inhalten kann zur Bildung von Echokammern beitragen. Genau aus diesem Grund ist das Stärken der Medienkompetenz von hoher Bedeutung, besonders bei jungen Menschen. Aber auch bei älteren Menschen, die nicht in einer digitalen Welt aufgewachsen sind, kann eine Förderung der Medienkompetenz von Vorteil sein. Ich sehe das zum Beispiel bei meinem Opa, der öfter Videos weiterleitet, ohne vorher über den Inhalt dieser nachzudenken, und so Fehlinformationen verbreitet. Gelegentlich merke ich selbst, dass ich Inhalte von unseriösen Seiten auf Instagram kurzzeitig als echt wahrnehme, bevor ich diese kritisch hinterfrage. Das Fördern der Medienkompetenz ist in der heutigen digitalen Welt wesentlich, um sich als Bürger*in informieren und engagieren zu können. Folglich können Menschen durch das Konsumieren von verschiedenen Medien und durch die Kompetenz, diese einordnen zu können, eine eigene fundierte Meinung entwickeln. Die eigene Urteilsfähigkeit zu stärken, benötigt Zeit und Bildung. Das Bildungssystem, als auch das direkte Umfeld durch Freund*innen und Familie stellen große Einflussfaktoren im Prozess der persönlichen Meinungsbildung dar. Politische Bildung zu fördern, egal in welchem dieser Kontexte, erachte ich als elementar, um demokratische Werte weiterzugeben. In Fächern wie GRW (Gesellschaftskunde, Recht und Wirtschaft) und Geschichte zum Beispiel wurden bei mir in der Schule politische Themen diskutiert und mir somit eine Diskussionskultur nähergebracht. Ich erinnere mich außerdem noch an meine erste Jugendwahl innerhalb des schulischen Kontextes. Das frühe Näherbringen politischer Prozesse spielt eine wichtige Rolle für das spätere politische Interesse und Engagement. Neben Bildungseinrichtungen spielen auch lokale Netzwerke eine große Rolle für gesellschaftliches Engagement. Sie existieren überall und ermöglichen es, sich mit Menschen zu vernetzen, die ähnliche Anliegen haben, sei es politisches, soziales oder anderes gesellschaftliches Engagement. Persönlich habe ich mich bisher vorwiegend in sozialen Projekten engagiert, beispielsweise durch einen Freiwilligendienst im Ausland oder aktuell in meiner Hochschulgruppe Gemeinsam Aktiv.  Ich würde mich selbst nicht unbedingt als politisch engagierte Person beschreiben, dennoch habe ich gelernt, dass die demokratische Kultur vom Mitmachen lebt und Passivität den Lautesten das Feld überlässt. Man sollte lernen, für seine Meinung einzustehen, auch wenn das manchmal eine Herausforderung darstellen kann. Politik ist Teil des Alltags und jede*r Einzelne trägt ein kleines bisschen Verantwortung, die demokratische Kultur mitzutragen – sei es durch Wählen gehen, Engagement oder Diskussionen am Essenstisch. Demokratie ist ein Prozess, welchen es aufrechtzuerhalten gilt, und damit dies gelingt, ist Engagement notwendig. Ich war in der 9. Klasse das erste Mal allein mit meinen Freunden auf einer Demonstration gegen den Klimawandel. Für mich war es die erste richtige Entscheidung, mich politisch zu engagieren und für das einzustehen, was ich als wichtig empfand. Mittlerweile gehe ich wählen, unterschreibe Petitionen, gehe zu Demos gegen Rechts und besuche lokale Angebote in meiner Studierendenstadt Passau, wie zum Beispiel den Roten Bericht aus Berlin. Dort berichtet Luke Hoß, ein Student der Universität Passau, welcher seit der letzten Legislaturperiode Abgeordneter ist, was in der letzten Zeit im Bundestag von Relevanz war. Zur Meinungsbildung und um informiert zu bleiben, beziehe ich inzwischen meine Informationen fast ausschließlich online, das heißt vorrangig aus den sozialen Medien, durch Podcasts und aus dem Internet. Die Digitalität

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Demokratie braucht Stimme: Zwischen Schweigen und Mitreden im Austausch zweier Welten

Lea | Studentin Eine persönliche Perspektive von Lea Hennig über politische Kultur und die Bedeutung von Beteiligung.   Wir schreiben das Jahr 2017. Ich bin 16 Jahre alt und habe ein Stipendium für ein Auslandsjahr in den USA erhalten. Die Aufgabe: Jugendbotschafter für Deutschland in einer amerikanischen Highschool. So sollte der demokratische (Werte-)Austausch unter jungen Menschen der beiden Nationen angeregt und langfristig gestärkt werden. Dieses Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) existiert seit 1983 und steht unter der Schirmherrschaft des Deutschen Bundestags und des US-Kongresses. Sinn und Zweck ist es, aus jedem Wahlkreis eine*n Schüler*in auszuwählen und in die USA zu schicken – als Brücke zwischen zwei politischen Kulturen. In einem Vorbereitungsseminar wurden wir geschult – für kulturelle Herausforderungen, politische Besonderheiten und historische Hintergründe. Ich reiste los mit der Vorstellung, in einem Land anzukommen, das für lautstarke Meinungen, gelebte Diskussionen und freien Ausdruck bekannt ist. Doch das Bild, das mich erwartete, war ein anderes. Die Highschool, die mich in Ohio, Gallia County  erwartete, war klein und in einem verschlafenen, beinahe-Dorf praktisch mitten in der Pampa. . Äußerlich unterschied sich natürlich einiges von meiner Heimat in Sachsen, auch wenn ich von einem “Kaff” ins nächste gerutscht war. Doch die Gegend, in die ich gekommen war, war viel weitläufiger. Zu Fuß ging niemand, alles war angewiesen auf Autos und Neuigkeiten aus der Gegend erfuhr man durch Gossip beim wöchentlichen Kirchenbesuch oder in der Schule. Die Schule war natürlich ebenfalls ganz anders. Natürlich erwartete mich auch in diesem kleinen Dorf ein ausgeprägter School Spirit , denn die Aktivitäten dort drehten sich fast vollständig nur um Sport.Doch in einem Punkt waren sich die beiden Orte erschreckend ähnlich: Niemand redete wirklich über Politik. Was für mich das Herz einer lebendigen Demokratie ist – Austausch & Widerspruch, Mitreden und Diskussion – schien hier kaum stattzufinden. Trump hatte gerade seine erste Kandidatur angetreten, die USA steckten mitten in einer aufgeheizten politischen Phase. Doch sobald ich das Thema Politik ansprach oder nachfragte, wurde es still. Höfliches Themawechseln. Nervöses Lächeln. Ein Wegsehen, das mich irritierte. In meinem County gewann Donald Trump mit über 75 Prozent der Stimmen – und doch hatte ich das Gefühl, nur wenige hätten sich vorab wirklich mit politischen Alternativen beschäftigt und waren eher der lauten Masse gefolgt.1 Dieses Schweigen erlebte ich auch besonders stark im schulischen Alltag. In meiner deutschen Schule war politische Partizipation selbstverständlich. Ich saß als Klassensprecherin in einem Schülerrat, wo es regelmäßige Diskussionen gab über gesellschaftliche Themen. Ich hatte viele gute Lehrer*innen, die zum kritischen Denken ermutigen. Wir mussten unseren Standpunkt im Unterricht begründen und wir debattierten regelmäßig. Es gab sogar das Schulfach “Debatte”, in dem wir genau das lernten. Und es machte mir persönlich unfassbar viel Spaß. In meiner Schule in Ohio existierte all das nicht. Es gab kein Schülerparlament, keine transparente Mitbestimmung, kaum politische Bildung. Das Fach “Government” war rein theoretisch und die Lehrerin, die es unterrichtete, erlaubte kaum eine andere Meinung als ihre.Ich merkte schnell, wie viele Feinde man sich machen konnte, wenn man zu laut die falschen Fragen stellte. Gossip Girl war nichts gegen meine Schule dort.  Unterricht bedeutete: Stoff durchgehen, Tests bestehen, fertig. Man konnte fast keine Leistungsabstufungen erkennen, weil man Tests beliebig oft wiederholen konnte. Diskussionen über gesellschaftliche Fragen fanden nicht statt. Seine Meinung kundtun und die gesellschaftlichen Zusammensetzungen vor Ort infrage zu stellen galt sogar als „unhöflich“. Alle, mit denen ich zu tun hatte, schienen daran gewöhnt, dass Entscheidungen „von oben“ getroffen worden, sei es von den Lehrern, der Kirche oder einem Präsidenten der Fake News verbreitete sobald er den Mund aufmachte.  Auch im Alltag zeigte sich dieses Muster. Die Leute vertrauten eher ihren Nachbarn, Fox News oder dem lokalen Prediger, als selbst aktiv nach Informationen zu suchen. Beteiligung schien für viele überflüssig, vielleicht sogar verdächtig. Wer zu viel fragte, galt als „troublemaker“. Und ich, mit meiner europäischen Herkunft, meiner Neugier und meinem anderen politischen Hintergrund,hatte ja sowieso keine Ahnung vom “American Way of Life”. So fand ich mich oft eher zwischen anderen Austauschschüler*innen wieder, die das Gleiche empfanden: Fremdheit, Verwunderung, Ernüchterung und Unverstanden sein.  Meine Zeit dort machte mir deutlich, wie fragil Demokratie sein kann, wenn Menschen nicht lernen oder auch verlernen, ihre Stimme einzusetzen. Ich begann zu reflektieren: Warum sprachen so wenige über Politik? Lag es an Angst vor Konflikten? An mangelnder politischer Bildung? An der Übermacht bestimmter Medien? Oder an fehlenden Strukturen und Orten, die ein gemeinsames Gespräch überhaupt ermöglichen? Ich hatte erwartet, eine lautere, aktivere Demokratie zu erleben – und fand stattdessen ein Schweigen, das mich erstaunte und erschreckte. Und genau dieses Schweigen zeigte mir, wie wichtig Räume sind, in denen Menschen sich sicher fühlen, ihre Meinung auszudrücken. Natürlich kann ich in dieser Hinsicht nur von meiner Erfahrung an meinem Ort sprechen. Es gab durchaus Schüler*innen aus meinem Austauschjahrgang denen es anders erging, die ein ganz anders Amerika in Alabama erlebten als ich in Ohio (was bei der Größe und Diversität dieses Landes nicht verwunderlich ist). Doch ich finde es trotzdem in einer Art und Weise repräsentativ, wie ein kleines Dorf mitten im Corn Belt agiert, die Menschen einer Nation geben schließlich ein gemeinsames Bild nach außen ab.   Als ich nach Deutschland zurückkehrte, fiel mir auf: Auch in meinem Dorf reden viele junge Menschen wenig über Politik. Viele haben Angst, sich zu blamieren. Oder nicht ernst genommen zu werden. Oder jemanden zu verärgern. Demokratie aber lebt nicht von Harmonie – sie lebt vom Streit, vom Widerspruch und vom Mut, die eigene Perspektive einzubringen. Doch worüber sollten wir reden? Redet überhaupt noch jemand – oder spielt sich mittlerweile das meiste nur noch online ab? Heute finden viele politische Diskussionen online statt. Das Internet schafft Sichtbarkeit für junge Stimmen – aber gleichzeitig auch neue Barrieren. Kommentarspalten sind oft voller Polemik oder Aggression. Die Angst, sich dort zu äußern, ist verständlich. Und viele ziehen sich deshalb noch weiter zurück. Gleichzeitig verstärken soziale Medien Filterblasen und Polarisierung. Inhalte werden uns nicht angezeigt, weil sie wichtig sind, sondern weil sie Aufmerksamkeit erzeugen. Das führt dazu, dass politische Debatten emotionaler, aber nicht unbedingt informativer werden. Man spricht zwar, aber

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Digitale Demokratie und Online-Partizipation

Brit | Studentin Eine persönliche Perspektive von Brit über digitale Demokratie und Online-Partizipation und darüber, wie soziale Medien Chancen für politische Teilhabe eröffnen, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringen.   Seitdem ich 14 Jahre alt bin, nutze ich verschiedene soziale Medien. Plattformen wie Instagram und Co. nutze ich primär, um privat als auch politisch auf dem Laufenden zu bleiben. Digitale Plattformen bieten vielfältige Möglichkeiten, sich schnell und unkompliziert zu informieren sowie mit Menschen in Kontakt zu treten, die räumlich weit entfernt sind. Sie erleichtern es, Gleichgesinnte zu finden, Netzwerke zu knüpfen und gemeinsame Aktionen zu koordinieren. So folge ich beispielsweise verschiedenen Instagram-Accounts meiner Universität, um keine Deadlines zu verpassen und stets über anstehende Events oder hochschulpolitische Beschlüsse auf dem Laufenden zu bleiben. Auch im Bereich der demokratischen Teilhabe eröffnen sich durch digitale Angebote neue Formen der Mitbestimmung. Ab und zu habe ich dies bereits ausgenutzt, indem ich an Online-Umfragen teilgenommen und E-Petitionen unterschrieben habe. Doch bei aller Begeisterung für die neuen Chancen zeigen sich auch problematische Seiten der digitalen Entwicklung. So habe ich selbst erfahren, wie leicht es ist, in sogenannte „Echokammern“ (Stark, Magin & Jürgens, 2021, S. 304) und Filterblasen (vgl. Pariser, 2017) zu geraten. Inhalte, die meine Ansichten bestätigen, werden mir häufiger angezeigt, während kritische Perspektiven seltener auftauchen. Diskussionen verlaufen oft polarisiert, nicht selten lautstark und wenig konstruktiv. Gleichzeitig verbreiten sich Falschinformationen rasant. Das wurde besonders während der Corona-Pandemie deutlich. In sozialen Netzwerken kursierten unzählige Falschinformationen, die sich deutlich schneller als fundierte, wissenschaftlich geprüfte Inhalte verbreiteten. Ich habe in meinem Umfeld miterlebt, wie ich selbst, sowie Freundinnen und Freunde von mir zunehmend nur noch Beiträge angezeigt bekamen, die ihre Meinung bestätigten, während kritische oder abweichende Perspektiven kaum noch durchdrangen. Viele bewegten sich in digitalen Echokammern, in denen die immer gleichen Narrative wiederholt wurden. Ein echter Austausch war dadurch kaum noch möglich und es kam deshalb vereinzelt zu Spannungen. Diese Erfahrung hat mir eindrücklich vor Augen geführt, wie stark digitale Filtermechanismen unsere Wahrnehmung beeinflussen können und wie wichtig es ist, aktiv nach verschiedenen Perspektiven zu suchen. Ich selbst nutze daher stets verschiedene seriöse Informationskanäle, wie ‚Tagesschau‘1 oder ‚BBC News‘2, um mich über aktuelle politische Geschehnisse zu informieren. Hinzu kommt, dass nicht alle Menschen gleich gut an der digitalen Welt teilhaben können. Fehlender Zugang zu Geräten, Internet oder digitalen Kompetenzen benachteiligt vor allem ältere Menschen, finanziell Schwächere oder Personen mit geringerer Bildung. Wenn politische Beteiligung zunehmend ins Digitale verlagert wird, droht ein Ausschluss dieser Gruppen (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, 2022). Zudem stellt sich die Frage nach dem Umgang mit persönlichen Daten. Wenn Daten über Nutzer*innen gesammelt werden, sei es durch Plattformbetreiber oder staatliche Akteure, können Grundrechte gefährdet werden. Wer garantiert, dass persönliche Meinungen, Aktivitätsdaten oder Teilnahmedaten nicht missbraucht werden? Transparenz und Vertrauen sind hier essenziell. In der Theorie verspricht digitale Beteiligung demokratische Ideale wie Partizipation und inklusive Mitsprache näherzubringen. Aber in der Praxis sehe ich, dass die Qualität von Diskussionen oft durch Zeitdruck, begrenzte Aufmerksamkeit oder auch Oberflächlichkeit leidet. Deshalb halte ich es für sinnvoll, Moderationsrollen und Diskussionsregeln einzuführen, sowie den Zugang zu Fachinformationen zu garantieren, um strukturierte Diskussionen zu ermöglichen. Um die digitale Beteiligung nachhaltig zu stärken, braucht es konkrete Maßnahmen und ein stärkeres Bewusstsein für die Bedingungen gelingender Teilhabe. Ein zentraler Baustein ist die Förderung digitaler Bildung und Medienkompetenz. Menschen müssen verstehen können, wie Plattformen funktionieren, wie Informationen geprüft werden können und wie sie sich sicher und wirksam einbringen. Dafür braucht es Bildungsangebote in Schulen, Volkshochschulen, in der Jugendarbeit und durch zivilgesellschaftliche Initiativen. Im Rahmen des Projektes „MEDIEN DEMOKRATIE HUB“ bietet zum Beispiel auch der Jugend- und Kulturprojekt e.V. (JKPeV)3 Workshops zum verantwortungsvollen Medienumgang. Ebenso wichtig ist eine transparente und inklusive Gestaltung digitaler Plattformen. Beteiligungsangebote sollten niedrigschwellig, barrierefrei und offen für unterschiedliche Lebensrealitäten sein. Damit Beteiligung Vertrauen schafft, müssen Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sein. Nur wenn Bürger*innen sicher sein können, dass ihre Daten nicht missbraucht werden, sind sie bereit, sich online aktiv einzubringen. Gleichzeitig ist es entscheidend, dass Online-Partizipation nicht nur symbolisch bleibt. Menschen nehmen nur dann dauerhaft teil, wenn sie spüren, dass ihre Beiträge ernst genommen werden und tatsächlich Einfluss auf politische Entscheidungen haben. Eine Rückmeldung darüber, was mit eingebrachten Vorschlägen passiert, ist dabei ebenso wichtig wie sichtbare Wirkung. Digitale Beteiligung sollte deshalb nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu analogen Formen verstanden werden. Präsenzveranstaltungen, Dialogformate und Bürgerversammlungen bleiben zentral, um Vertrauen zu stärken und unterschiedliche Gruppen zusammenzubringen. Diese Erkenntnisse möchte ich als Impuls weitergeben. Denn Engagement muss nicht immer groß oder laut sein. Es beginnt oft im Kleinen: mit einem Kommentar in einem Diskussionsforum, der Teilnahme an einer Online-Umfrage oder dem Teilen einer gut recherchierten Petition. Es lohnt sich, dabei kritisch zu bleiben, Informationen zu hinterfragen und gerade auch mit Menschen anderer Meinungen respektvoll zu diskutieren. Wer sich mit Gleichgesinnten vernetzt, kann Wirkung verstärken, etwa durch gemeinsame Aktionen, digitale Kampagnen oder lokale Projekte. Letztlich liegt in der digitalen Demokratie eine große Chance, denn mehr Menschen können sich einbringen, ihre Stimmen hörbar machen und aktiv zur Gestaltung ihrer Lebenswelt beitragen. Doch dafür braucht es nicht nur Technik, sondern auch Haltung, Strukturen und Vertrauen. Demokratie lebt sowohl online als auch offline vom Mitmachen. Wer teilnimmt, stärkt sie. _________________________ 1: Tagesschau [Instagram-Account], o. J., online unter: https://www.instagram.com/tagesschau/?hl=en [abgerufen am 20.10.2025] 2: BBC News [Instagram‑Account], o. J., online unter: https://www.instagram.com/bbcnews/?hl=en [abgerufen am 20.10.2025] 3: Jugend- & Kulturprojekt e. V. (JKPeV): Medien & Demokratie Hub, o. J., online unter: https://jkpev.de/de/portfolio_page/medien-demokratie-hub/ [abgerufen am 20.10.2025] weitere Stories Stories Die eigene Stimme finden: Wie Bildung die demokratische Teilhabe prägt Rosalie | Studentin Lea | Studentin Digitale Demokratie und Online-Partizipation Eine persönliche Perspektive von Stephanie Meichsner-Eschborn

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MedienDemokratieHub

map www.e-learning.jkpev.de MedienDemokratieHub Was sind eure zentralen Ziele und Werte als Organisation? Ziel des MedienDemokratieHub ist eine demokratische, medienkompetente Gesellschaft zu stärken, in der digitale Informationen kritisch geprüft werden und sich alle aktiv demokratisch beteiligen können. Mit Workshops, Lernportal und persönlichen Stimmen zeigt MedienDemokratieHub: Medienkompetenz ist gelebte Demokratie. Jede*r kann mitmachen, digitale Räume kritisch zu erkunden und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Wer gehört zu eurer Zielgruppe? MedienDemokratieHub richtet sich an Menschen jeden Alters, unterstützt Kinder und Jugendliche beim sicheren Umgang mit digitalen Medien, stärkt Erwachsene und Senior*innen beim kritischen Prüfen von Informationen und befähigt pädagogische Fachkräfte sowie zivilgeselschaftliche Akteure, Wissen weiterzugeben. Was motiviert euch in eurer Arbeit? Warum tut ihr, was ihr tut? Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft rasant – sie eröffnet Chance, stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen. Fake News, Desinformation und digitale Unsicherheiten bedrohen Vertrauen, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Genau hier setzt MedienDemokratieHub – Sachsen gestaltet Zukunft an: Wir befähigen Menschen in ganz Sachsen, digitale Medien souverän, kritisch und selbstbestimmt zu nutzen, fördern Medienkompetenz als Schlüsselkompetenz für alle Bürger*innen und schaffen ein starkes Fundament für eine lebendige, resiliente Demokratie. Das Projekt vereint praxisorientierte Workshops, einen interaktiven Online-Kurs mit praxisnahen Tools und Selbstlernangeboten, spannenden Interviews und Essays engagierter Personen und Organisationen sowie eine interaktive Karte, die Organisationen sichtbar macht. Was sucht ihr als Organisation? Teilnehmende Schulen & Vereine, Interviews & Stories mit Engagierten im Bereich Bildung & Medienkompetenz, Netzwerk für Kollaborationen und Nutzer*innen für usneren Onlinekurs zum Thema Medienkompetenz Zu welchen Themen sucht ihr gezielt nach Kooperationen? Fake News, KI & Deep Fakes, Inklusio, Digitale Gewaltprävention, Digitale Selbstverteidigung und Social Media Was bietet ihr als Organisation? MedienDemokratieWorkshops: Die digitale Welt steckt voller Möglichkeiten, aber auch voller Herausforderungen. Die interaktiven Workshops des MedienDemokratieHub vermitteln praxisnahes Wissen und hilfreiche Fähigkeiten, damit die Teilnehmenden Fake News sicher erkennen, souverän in sozialen Netzwerken agieren und digitale Medien kreativ einsetzen.Unsere Workshops machen die Teilnehmenden fit für einen kritischen, verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien. Sie geben ihnen die Chance, ihre digitalen Kompetenzen zu erweitern und die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten – ganz gleich, ob in Schule, Beruf oder Alltag.Die Inhalte sind speziell auf verschiedene Zielgruppen abgestimmt: Schüler*innen ab der 5. Klasse, Eltern, Lehrkräfte, Arbeitnehmer*innen, Arbeitssuchende, Organisationen und Senior*innen profitieren gleichermaßen von praxisnahen Übungen und interaktiven Formaten. E-Learning: In unserem E-Learning-Angebot findest du vielfältige Online-Kurse zu Medienkompetenz, Demokratiebildung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Engagement. Die Angebote richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und verbinden theoretisches Wissen mit praxisnahen Übungen, Reflexionen und interaktiven Lernformaten. Sie unterstützen dich dabei, digitale Medien kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen, nachhaltige Zusammenhänge zu verstehen und dich aktiv in deiner Gemeinschaft einzubringen. Ob für Schule, Beruf oder Alltag – unsere Kurse sind leicht zugänglich, flexibel nutzbar und laden dazu ein, Wissen zu vertiefen und Zukunftskompetenzen Schritt für Schritt auszubauen. Networking Map: In einer Welt, die zunehmend vernetzt ist, wird es immer wichtiger, die Kräfte zu bündeln und den Dialog zwischen Menschen und Organisationen zu fördern. Die MedienDemokratieMap setzt genau dort an: Wir möchten ein lebendiges, interaktives Netzwerk aufbauen, das die vielen engagierten Akteur*innen in Sachsen sichtbar macht – Menschen, die sich für Medienkompetenz, politische Bildung, gesellschaftliches Engagement, Bürgerbeteiligung und soziale Themen starkmachen. Stories & Interviews: Was bewegt Menschen dazu, sich für Demokratie, Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen? Unsere Interviewreihe gibt dir authentische Einblicke in das bürgerschaftliche Engagement in Sachsen. Wir sprechen mit engagierten Persönlichkeiten aus Politik, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft – über ihre Motivation, ihre täglichen Herausforderungen und die Wirkung ihrer Arbeit. Erfahre, welche Projekte und Initiativen das gesellschaftliche Miteinander in Sachsen stärken, welche Hürden es zu überwinden gilt und welche Erfolge bereits erzielt wurden. Die Interviews zeigen persönliche Geschichten, spannende Einblicke hinter die Kulissen und wertvolle Impulse für alle, die sich selbst engagieren möchten. workshops +49 351 810 47 66 info@jkpev.de Hechtstraße 17 01097 Dresden, Germany

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Jugend- & Kulturprojekt e.V.

Sachsen Web Instagram Jugend- & Kulturprojekt e.V. Was sind eure zentralen Ziele und Werte als Organisation? Der Jugend- & Kulturprojekt e.V. (JKPeV), gegründet 2004 in Dresden, fördert Kunst, Kultur und non-formale Bildung mit Fokus auf Vielfalt, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Ein interdisziplinäres Team realisiert Projekte auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene. Durch Workshops, Austauschprogramme und multimediale Formate stärkt der Verein Soft Skills, Unternehmergeist und digitale Kompetenzen verschiedener Generationen und schafft Räume für kreatives, nachhaltiges Miteinander. Wer gehört zu eurer Zielgruppe? Unsere Zielgruppe umfasst vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch Fachkräfte, Künstler*innen und Multiplikator*innen aus den Bereichen Bildung, Kultur und Politik. Zudem richten sich unsere Angebote an Erwachsene und Senior*innen, die ihre Kompetenzen weiterentwickeln möchten. Besonders sprechen wir Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen an, die Interesse an Austausch, Kreativität, gesellschaftlicher Teilhabe und lebenslangem Lernen haben. Was motiviert euch in eurer Arbeit? Warum tut ihr, was ihr tut? Uns motiviert der Wunsch, eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Wir glauben an die verbindende Kraft von Kunst, Kultur und Bildung und daran, dass kreative Räume Menschen stärken, Perspektiven erweitern und Dialog fördern. Durch unsere Arbeit möchten wir Teilhabe ermöglichen, individuelle Potenziale entfalten und nachhaltige Impulse für gesellschaftlichen Zusammenhalt und persönliches Wachstum setzen. Was sucht ihr als Organisation? Kooperationen, Schulen & Jugendzentren für Workshops, interessierte Menschen für unsere vielfältigen Angebote Zu welchen Themen sucht ihr gezielt nach Kooperationen? Medienkompetenz, Politische Teilhabe, Inklusion, Nachhaltigkeit und Erinnerungskultur Was bietet ihr als Organisation? Workshops & Trainings, E-Learning, internationale & lokale Kunst- & Kulturveranstaltungen, inklusive Austauschformate, Networking, Filmproduktion, Non-formale Bildungsformate, Konferenzen, Entwicklung digitaler Formate und sektorübergreifende & interdisziplinäre Kollaborationen Projekte +49 351 810 47 66 info@jkpev.de Hechtstraße 17, 01097 Dresden, Germany

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Resonanzraum Erzgebirge e.V.

Erzgebirge Web Instagram Resonanzraum Erzgebirge e.V. Was sind eure zentralen Ziele und Werte als Organisation? Der Verein setzt sich für Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und den Schutz der Menschenrechte ein. Grundlage der Arbeit sind Solidarität, Offenheit und Respekt. Er engagiert sich aktiv gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung und nutzt Kunst und Kultur als Mittel, um Austausch, kreative Ausdrucksformen und gesellschaftlichen Dialog zu fördern. Wer gehört zu eurer Zielgruppe? Menschen aus der Region Erzgebirge, Kulturschaffende, zivilgesellschaftliche Initiativensowie alle, die sich für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftliches Engagement einsetzenmöchten. Was motiviert euch in eurer Arbeit? Warum tut ihr, was ihr tut? Resonanzraum Erzgebirge reagiert auf zunehmende rechtsextreme Einstellungen und Diskriminierung in der Gesellschaft. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, demokratische Werte zu stärken und gemeinsam an einer offenen, solidarischen und gerechten Gesellschaft zu arbeiten. Was bietet ihr als Organisation? – Workshops, Vorträge und Bildungsangebote zur Demokratiebildung– Begegnungsräume für Dialog und gemeinschaftlichen Austausch– Kulturelle Veranstaltungen und künstlerische Projekte– Aufklärungsarbeit gegen Diskriminierung– Kooperationen mit regionalen und internationalen Partner*innen Projekte Karoline Loth, Sandy Becker & Johann Stützer (Vorstand) 0176 40 43 77 44 vorstand@resonanzraum-erzgebirge.de Friedrichstraße 25 A 09380 Thalheim/Erzgeb.

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KV Toleranz & Inklusion gGmbH

Mittelsachsen Web Instagram KV Toleranz & Inklusion gGmbH Was sind eure zentralen Ziele und Werte als Organisation? KV Toleranz & Inklusion gGmbH verfolgt das Ziel, eine inklusive Gemeinschaft ohne Ausgrenzung, Benachteiligung oder Diskriminierung zu schaffen. Vielfalt, Toleranz, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung stehen im Mittelpunkt. Die Organisation unterstützt Menschen aller Altersgruppen und Lebenslagen, unabhängig von Geschlecht, Identität, Behinderung, Herkunft, Religion oder Weltanschauung, und fördert ein gewaltfreies, respektvolles Umfeld, in dem Potenziale entfaltet werden können. Wer gehört zu eurer Zielgruppe? – Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen– Menschen in sozialen Notlagen– Alle, unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Identität, Beeinträchtigung, Behinderung, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung Was motiviert euch in eurer Arbeit? Warum tut ihr, was ihr tut? Die Motivation von KV Toleranz & Inklusion liegt darin, Ungleichbehandlungen abzubauen, inklusive Strukturen zu fördern und Wege zu einem selbstbestimmten und gewaltfreien Leben aufzuzeigen. Sie möchte Vielfalt aktiv leben und Menschen aller Lebenslagen unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten. Was bietet ihr als Organisation? – Beratung und Begleitung für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen– Bildungs- und Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene– Förderung von Inklusion, Toleranz und Gleichberechtigung– Lern- und Lebensumfeld zur Potenzialentfaltung Projekte Sabrina Angermann & Niels Oder (Kinder- und Jugendtreff); Anna Beil (Fabereichskoordination) 03731 7742698 kindertreff.bunteshaus@kv-toleranz.de Apelsteinallee 12-14 04416 Markkleeberg

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weltbewusst e.V.

Sächsische Schweiz – Osterzgebirge Web Was sind eure zentralen Ziele und Werte als Organisation? Die Werkstatt 26 setzt sich für eine lebendige, vielfältige und solidarische Gesellschaft ein. Als Treffpunkt bringt sie Menschen unabhängig von Alter und Herkunft zusammen und schafft Räume für Begegnung, Bildung und gemeinsames Engagement. Dabei stehen Demokratie, Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit, Respekt und Inklusion im Mittelpunkt. Gleichzeitig engagiert sich der Verein aktiv gegen Diskriminierung, Nationalismus und menschenfeindliche Ideologien. Wer gehört zu eurer Zielgruppe? – Menschen aller Altersgruppen– Bürger*innen der Region Königstein und Sächsische Schweiz– Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte– Engagierte Bürger*innen mit eigenen Projektideen Was motiviert euch in eurer Arbeit? Warum tut ihr, was ihr tut? Weltbewusst möchte Gemeinschaft stärken und Menschen dazu ermutigen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Durch Begegnung, kulturelle Angebote und Unterstützung eigener Ideen sollen Menschen Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und gemeinsam das soziale Leben in ihrer Region gestalten. Was bietet ihr als Organisation? – Kultur- und Bildungsangebote (z. B. Lesungen, Kurse, Ausstellungen)– Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten für die Gemeinschaft– Unterstützung bei eigenen Projektideen– Nachhaltigkeitsangebote (Reparaturtreff, Second-Hand-Kleiderstube)– Unterstützung und Beratung für Geflüchtete Projekte Juliane Dietrich (Projektleitung); Christin Pietzko (AP für soziokulturelle Projekte) +49151 42032847 info@weltbewusst.net Koordination Werkstatt 26, Pirnaer Straße 26, 01824 Königstein

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Treibhaus e.V. Döbeln

mittelsachsen Web Instagram Treibhaus e.V. Döbeln Was sind eure zentralen Ziele und Werte als Organisation? Treibhaus e.V. setzt sich für eine gerechte, inklusive und antifaschistische Gesellschaft ein. Werte wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Demokratie und Menschenwürde prägen die Arbeit. Der Verein bietet Frei- und Schutzräume zur individuellen Entfaltung, unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft, und wirkt aktiv gegen Diskriminierung, Antisemitismus und menschenverachtende Einstellungen. Wer gehört zu eurer Zielgruppe? – Kinder, Jugendliche und Erwachsene– Menschen unterschiedlicher Herkunft, Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung– Kreative, Kulturschaffende und Engagierte aus der Region Was motiviert euch in eurer Arbeit? Warum tut ihr, was ihr tut? Die Motivation liegt darin, gesellschaftliche Strukturen kritisch zu hinterfragen, alternative Beteiligungsangebote zu schaffen und eine inklusive, demokratische und gewaltfreie Gemeinschaft zu fördern. Der Verein möchte Räume für Begegnung, Selbstentfaltung und gemeinsames Lernen bereitstellen. Was bietet ihr als Organisation? – Offene und internationale Jugendarbeit– Kultur- und Bildungsprojekte, inkl. historisch-politischer, interkultureller und ästhetischer Bildung– Medienpädagogische, subkulturelle und sportliche Angebote– Offene Werkstätten und Räume zur Umsetzung eigener Ideen– Förderung demokratischer, sozialer und eigenverantwortlicher Handlungskompetenzen– Kombination aus haupt- und ehrenamtlichem Engagement mit transparenter Kommunikation Projekte Judith Sophie Schilling (Vorstandsvorsitz); Clemens Albrecht (GeFü); Fabian Klaproth (Kulturbeutel) +493431 605317 info@treibhaus-doebeln.de Bahnhofstr. 56 / 04720 Döbeln

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