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Interview mit Georg Salditt

Demokratie stärken und Natur bewahren: Warum Engagement auf allen Ebenen gebraucht wird

Demokratie stärken und Natur bewahren: Warum Engagement auf allen Ebenen gebraucht wird

Ein Interview mit Georg Salditt – Bereichsleiter Bildung und Abteilungsleiter für Natur und Umwelt des Internationalen Bildungszentrums St. Marienthal – über die Bedeutung von Demokratie- und Umweltbildung, die Chancen und Herausforderungen digitaler Medien sowie die Motivation, Menschen für aktives zivilgesellschaftliches Engagement zu gewinnen.

Könnten Sie sich einmal kurz vorstellen?

Mein Name ist Georg Salditt, ich wohne in Ostritz. Beruflich bin ich ausgebildeter Diplom-Forstwirt und Diplom-Sozialpädagoge.

In welcher Funktion sind Sie tätig?

Ich bin derzeit Bereichsleiter für Bildung sowie Abteilungsleiter für Natur und Umwelt in der Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal.

Was hat Sie dazu bewogen, sich in diesem Bereich zu engagieren?

Mein Engagement gründet auf der Überzeugung, dass Demokratie und die Bewahrung der Schöpfung (Umweltschutz) vom aktiven Mittun leben.

Welche konkreten Tätigkeiten umfasst Ihre Arbeit?

Ich bin vor allem in den Bereichen Demokratiebildung und Umweltbildung aktiv. In diesem Rahmen organisieren wir insbesondere mehrtägige Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Warum ist Ihre Arbeit insbesondere für Sachsen von Bedeutung?

Die Arbeit wäre weltweit relevant, aber ich kann mich schwerpunktmäßig auf Sachsen konzentrieren, da dies unser unmittelbares Umfeld ist.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen in Ihrem Tätigkeitsbereich?

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass die Themen „Demokratiesicherung“ und „Umweltschutz“ oft von anderen gesellschaftlichen Themen überlagert werden und dadurch weniger Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erhalten. Außerdem sind diese Themen durch Angriffe von Rechts bedroht.

Welche Angebote spielen digitale Angebote und Medienkompetenz in Ihrer Arbeit?

Als Begegnungszentrum setzen wir in erster Linie auf persönliche Begegnungen, in denen auch Medienkompetenz vermittelt wird. Digitale Angebote sind dabei eher begleitend.

Wie wichtig ist Medienkompetenz für zivilgesellschaftliches Engagement?

Medienkompetenz wird zunehmend wichtiger, insbesondere vor dem Hintergrund von Fake News und der Mobilisierung von Massen über das Internet.

Welche Herausforderungen und Chancen beobachten Sie im Umgang mit digitalen Medien und Medienkompetenz – insbesondere im Hinblick auf zivilgesellschaftliches Engagement und demokratische Teilhabe?

Digitale Medien bieten die Chance zu schneller Kommunikation und einem guten Überblick über relevante Themen. Gleichzeitig stellt die Informationsflut eine Herausforderung dar – hier sollte man sich klar abgrenzen und positionieren.

Welche positiven Veränderungen konnten Sie durch Ihre Arbeit bewirken oder beobachten?

Wir konnten bereits viele Menschen motivieren und unterstützen, zivilgesellschaftlich aktiv zu werden und so das Engagement für Demokratie und Umweltschutz stärken.

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Tätigkeit?

Mein langfristiges Ziel ist der Erhalt der Demokratie und die Bewahrung der Schöpfung.

Welche Unterstützung wäre erforderlich, um Ihre Arbeit zu intensivieren oder auszuweiten?

Wie bei vielen Projekten sind zusätzliche Ressourcen essentiell – dazu zählen vor allem Zeit, finanzielle Mittel und engagierte Unterstützer*innen.

Welche Empfehlung würden Sie jungen Menschen oder Interessierten geben, die sich engagieren möchten?

Freiwilliges Engagement zahlt sich aus und bereichert das eigene Leben!

Wie können Interessierte Ihr Projekt unterstützen oder weitere Informationen erhalten?

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.ibz-marienthal.de
Wir sind auch auf Social Media aktiv: Facebook & Instagram.